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die Burg vom Strand aus zur blauen Stunde, mit den Strahlern unter dem Sockel, die sich im nassen Sand spiegeln, und rechts die Mole, die die Bucht abschließt

Italien · Lazio · Meer und Küste

Santa Severa

eine Burg mit den Füßen im Wasser, gebaut über dem etruskischen Hafen von Pyrgi

1 Stellplatzzum Halten
8 Punktezu sehen
2 Terminesaisonal

Die Burg von Santa Severa steht mit den Füßen im Wasser, an einem Strand der Küste nördlich von Rom, und der Grund, warum sie genau dort steht, liegt unter ihr: hier war Pyrgi, der Seehafen von Caere, also der Hafen, von dem aus das etruskische Cerveteri auf das Mittelmeer schaute. Aus dem Heiligtum von Pyrgi kamen 1964 drei Goldlamellen mit demselben Text auf Etruskisch und auf Phönizisch, die Weihung eines heiligen Ortes an die Göttin Astarte durch Thefarie Velianas, König von Caere: sie sind die älteste unmittelbare historische Quelle, die das vorrömische Italien hinterlassen hat, und sie waren der Schlüssel, mit dem man begann, Etruskisch zu lesen. Die Lamellen sind allerdings nicht hier: sie liegen in Rom, in der Villa Giulia. Hier ist die Burg, die die Region für das Publikum geöffnet hat, mit den Museen, der Kirche, dem kleinen Weiler und einer Herberge darin, und man betritt sie zu Fuß vom Strand aus.

Übernachten

Stellplatz und Übernachtung

Nur einer, und es ist kein ausgestatteter Stellplatz, sondern ein Parkplatz: hierher kommt man für den Tag und nicht für die Nacht, und was folgt, stammt aus den Quellen.

Parcheggio di Via Cartagine

Via Cartagine 1, 00058 Santa Severa (RM)

die Quellen geben ihn als kostenlos und für Wohnmobile offen an, aber keine sagt, dass man dort schlafen darf, und deshalb bleibt das Übernachten unbekannt. Vom Parkplatz zur Burg sind es sechshundert Meter in der Ebene, entlang des Meeres. Es gibt auch den Parkplatz der Burg, kostenpflichtig, den manche Quellen als übernachtungserlaubt, aber nicht campingerlaubt angeben: verlässliche Koordinaten dafür wurden nicht gefunden, deshalb ist er hier nicht aufgenommen. Die Website der Burg sagt aber das, was für den Besucher zählt: ihr Parkplatz ist kostenpflichtig, und wer ein Museumsticket kauft, hat drei Stunden frei. Für einen Besuch des Komplexes ist das die richtige Rechnung; um länger am Strand zu bleiben, ist der freie Parkplatz dieser in der Via Cartagine, sechshundert Meter zu Fuß in der Ebene.

Ver- und Entsorgung nicht erfasst
42.020428, 11.957379

Unterwegs

Wie man sich bewegt

  • Vom Parkplatz in der Via Cartagine zur Burg geht man zu Fuß, sechshundert Meter in der Ebene am Meer
  • Der ganze Komplex wird innerhalb der Mauern begangen: vom Tor zur Kirche, zum Baptisterium, zu den Museen und zum Weiler tritt man nie hinaus
  • Cerveteri liegt eine Viertelstunde entfernt: vom Parkplatz in der Via Cartagine zur Nekropole der Banditaccia sind es 14 Kilometer und etwa 17 Minuten, die Aurelia und dann Nebenstraßen, ohne einen Meter nennenswerte Steigung

Sehen

Sehenswürdigkeiten

Der Burgkomplex ist der Tag, und der Strand ist die Beilage. Aber Achtung: drei der Punkte hier unten sind für das Publikum geschlossen, das Antiquarium, die Ausgrabungen von Pyrgi und das Museo del Territorio, und wer den Komplex führt, sagt es selbst. Offen bleiben die Burg mit ihrem Museum, das Meeresmuseum, die Kirche und der Weiler. Tippen Sie auf einen Punkt der Karte, um den Eintrag darunter zu öffnen.

1

Burg von Santa Severa

Burg · Eintritt kostenpflichtig · 42.01600, 11.95687

der Komplex gehört der Region Lazio und ist das ganze Jahr offen, montags geschlossen. Vom 1. September bis zum 31. Oktober von Dienstag bis Freitag 9:00-18:00 und samstags, sonntags und an Feiertagen 10:00-19:00. Innerhalb der Mauern liegen die Museen, die Kirche, das Baptisterium, der Weiler und eine Herberge. Die Führungen durch den Weiler finden nur an Wochenenden und Feiertagen statt, in zwei Durchgängen um 11:30 und um 16:00: wer unter der Woche kommt, geht allein herum. Das Ticket für das Burgmuseum kostet 4 Euro, ermäßigt 3, und Minderjährige bis 18 gehen kostenlos hinein, wenn der Erwachsene den vollen Preis zahlt: damit kommt man auf die Piazza della Rocca, in die frühchristliche Kirche, in den Saal des Nostromo, in den Saal Pyrgi und ins Museum. Zwei Dinge bleiben außen vor: das Baptisterium, das man nur mit der Führung sieht, und der Sarazenenturm, der 2 Euro mehr kostet. Die Außenbereiche und die Höfe begeht man ohne Ticket frei.

HinbringenWikipedia
2

Museum des Meeres und der antiken Seefahrt

Museum · Eintritt kostenpflichtig · 42.01656, 11.95839

es ist eines der beiden Museen des Komplexes, die offen bleiben, neben dem der Burg. Es erzählt von der antiken Seefahrt, dem Gewerbe, für das dieser Ort existiert hat, und es ist vor kurzem neu gemacht worden: sieben Säle und über hundert Fundstücke, zur Unterwasserarchäologie und zum Hafen von Pyrgi. Was es kostet, sagt die Website nicht, und auch nicht, ob es im Burgticket enthalten ist: das ist die Frage für die Kasse, zusammen mit der anderen zum Antiquarium.

3

Antiquarium von Pyrgi

Museum · Eintritt kostenpflichtig · 42.01691, 11.95936

für das Publikum geschlossen, und wer den Komplex führt, sagt es selbst. Es ist das Museum, das vom Heiligtum und von der Geschichte der Goldlamellen erzählen würde, also von dem archäologischen Grund, aus dem man hierherkommt: da es geschlossen ist, findet man diese Geschichte in der Villa Giulia in Rom. Der Grund ist allerdings besser als die Formel: die Website des Komplexes gibt es als wegen Umbau nicht verfügbar an, und ein Museum im Umbau ist ein Museum, das wieder öffnet. Es lohnt sich, an der Kasse zu fragen.

4

Museo del Territorio

Museum · Eintritt kostenpflichtig · 42.01629, 11.95888

für das Publikum geschlossen, wie das Antiquarium.

5

Archäologisches Gelände von Pyrgi

Baudenkmal · 42.01580, 11.96190

das etruskische Heiligtum, unmittelbar südöstlich der Burg, mit Tempel A und Tempel B: B ist der aus dem späten 6. Jahrhundert v. Chr., aus dem die Goldlamellen kommen, A ist später. Die Ausgrabungen sind für das Publikum geschlossen, man schaut von hier also von außen auf die Umfriedung.

6

Kirche Santa Maria dell'Assunta

Kirche · Eintritt frei · 42.01620, 11.95767

die Kirche innerhalb der Burgmauern, am kleinen Platz des Weilers.

7

Baptisterium von Santa Severa und Santa Lucia

Kirche · Eintritt frei · 42.01633, 11.95720

es steht neben der Kirche und gehört zum Besuchsweg des Komplexes, zusammen mit dem Burgmuseum und dem Bergfried.

8

Römisches Castrum von Pyrgi

Baudenkmal · 42.01674, 11.95869

um die Burg herum liest man noch die Mauern und die Tore des römischen Castrums, das die Römer auf dem etruskischen Hafen errichteten, nachdem Caere das Meer verloren hatte. Drei Tore sind geblieben: die Porta Aurelia bei 42.017516, 11.959550, die Porta Alsium bei 42.015928, 11.959810 und jenes, das die Karten "Castrom Novum" nennen, bei 42.016972, 11.957822, also das, von dem die Straße nach Norden ausging. Achtung beim Namen: dieses Tor schaut nach Castrum Novum, und das ist eine andere römische Kolonie und liegt zehn Kilometer von hier, in Santa Marinella. Es sind zwei verschiedene Orte.

Wann

Veranstaltungen

Im Sommer wird die Wiese am Fuß der Burg zur Bühne, und das Wichtigste ist: fast alles ist bei freiem Eintritt.

Vivi il Castello di Santa Severa

von Juni bis August

die Sommerreihe der Region Lazio, drei Monate Konzerte, Theater, Kino und Begegnungen auf der Wiese zwischen den Mauern und dem Strand. Fast alles bei freiem Eintritt, für den Rest gibt es die Karten bei TicketOne: wer im Sommer hier vorbeikommt, sollte sich das Programm ansehen, bevor er den Tag festlegt, denn die Burg am Abend ist eine andere als die Burg am Mittag

Libri e Calici

die Sonntage im Sommer

innerhalb der Reihe die Begegnungen mit Autoren, begleitet von Verkostungen der Weine aus dem Latium, betreut von der UNPLI. 2026 war es die vierte Ausgabe, es ist also ein Termin, der wiederkehrt

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Nützliche Hinweise

  • Der Komplex schließt montags, und donnerstags öffnet er 9:00-18:00: der Reisetag passt gut, aber es ist dieselbe Montagsschließung, die für die Banditaccia und für halb Etrurien gilt
  • Zwei von vier Museen sind geschlossen, dazu die Ausgrabungen: offen bleiben das Burgmuseum und das Meeresmuseum, das vor kurzem neu gemacht wurde. Am meisten schmerzt die Schließung des Antiquariums von Pyrgi: ohne es bleibt die Burg ein schöner Besuch, aber die etruskische Geschichte, die man von hier erwartet, ist nicht da. Ein halber Tag genügt, kein ganzer
  • Die Goldlamellen sind nicht hier: sie liegen in der Villa Giulia in Rom. Wer sie sehen will, findet den richtigen Ort in den drei Tagen Rom derselben Reise, nicht an dieser Station
  • Die Führung durch den Weiler findet nur samstags, sonntags und an Feiertagen statt, um 11:30 und um 16:00: wer an einem Donnerstag kommt, geht auf eigene Faust
  • Als Standort für Cerveteri taugt es: die Banditaccia liegt vierzehn Kilometer und eine Viertelstunde entfernt, und es sind die zwei Hälften derselben Geschichte, der Hafen und die Stadt, die vom Meer aus auf ihn schaute. Wer nur einen Tag hat und wählen muss, wähle die Banditaccia; wer zwei hat, hänge sie aneinander

Santa Severa · zweiter Teil

und dann?

Was man unternimmt, was man probiert, und wohin es morgen geht.

Probieren

Das typischste Gericht, zum Nachkochen zu Hause.

Fischsuppe aus Civitavecchia · Zutaten für 4 Personen
  • für den Fond 600 g kleine Felsfische, ganz und geschuppt, dazu Gräten und Köpfe der großen Fische
  • 1,2 kg Suppenfisch in Stücken, vom festesten zum zartesten: Drachenkopf, Knurrhahn, Petermännchen, Glatthai
  • 500 g Sepien und Kalmare zusammen, geputzt und in Streifen geschnitten
  • 500 g Miesmuscheln und 300 g Venusmuscheln, entsandet
  • 400 g Heuschreckenkrebse und Krebse zusammen, ganz
  • 4 Filets gesalzener Sardelle
  • 4 Knoblauchzehen, 1 frischer Peperoncino
  • 1 Glas trockener Weißwein
  • 400 g geschälte Tomaten, von Hand zerdrückt, und 1 Esslöffel Tomatenmark
  • ein Bund Petersilie, kaltgepresstes Olivenöl, Salz
  • 8 Scheiben altbackenes Bauernbrot und eine Knoblauchzehe, um sie einzureiben
Zubereitung
  1. zerstoße im Mörser zwei Knoblauchzehen, einen halben Peperoncino und zwei Filets gesalzener Sardelle zu einer Paste: das ist die marinara civitavecchiese, und man macht sie von Hand, weil der Mixer sie erwärmt
  2. für den Fond lasse die Hälfte der marinara in einem Topf mit dem Öl kurz Farbe nehmen, gib die kleinen Fische ganz samt Gräten und Köpfen hinein, dazu zwei zerdrückte geschälte Tomaten und einige Petersilienstiele
  3. lösche mit einem halben Glas Wein ab, bedecke drei Finger hoch mit kaltem Wasser und koche vierzig Minuten bei kleiner Hitze, dabei abschäumen: dann alles durch ein feines Sieb drücken, kräftig, und den Fond warm halten. Dieser Schritt wird nicht übersprungen, denn er ist die Suppe
  4. öffne Mies- und Venusmuscheln in einer zugedeckten Pfanne bei starker Hitze und nimm sie herunter, sobald sie aufgehen: filtriere und behalte ihr Wasser, das bereits salzig ist und über das Salz von allem anderen entscheidet
  5. erhitze in einer weiten, flachen Pfanne das Öl mit dem Rest der marinara, gib Heuschreckenkrebse und Krebse dazu und lasse sie zwei Minuten Geschmack annehmen, dann die Sepien und die Kalmare, die am längsten brauchen
  6. lösche mit dem restlichen Wein ab, lasse ihn verdampfen, gib die geschälten Tomaten und das in einer Kelle Fond gelöste Mark dazu und koche zwanzig Minuten bei mittlerer bis kleiner Hitze
  7. jetzt kommt der Fisch hinein, vom größten zum kleinsten und in einigen Minuten Abstand, ohne je zu rühren: man bewegt die Pfanne, nicht den Löffel, sonst zerfallen die Stücke
  8. gieße mit dem heißen Fond und dem Muschelwasser auf, bis es knapp bedeckt ist, und bringe es in zehn Minuten zu Ende: salze erst jetzt, und nur wenn es nötig ist
  9. gib zuletzt die geöffneten Muscheln dazu, schalte aus, decke zu und lasse fünf Minuten ruhen
  10. röste das Brot, reibe es mit dem Knoblauch ein, lege es auf den Boden der Schalen und gieße die Suppe mit ihrem Fond darüber, zum Schluss die rohe gehackte Petersilie
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Santa Severa in Bildern

3 Aufnahmen von unserem Besuch. Tippen Sie eine an, um sie gross zu sehen.

die Burg vom Strand aus zur blauen Stunde, mit den Strahlern unter dem Sockel, die sich im nassen Sand spiegeln, und rechts die Mole, die die Bucht abschließt
die Burg von der Ecke aus, die zum Meer schaut, von unten aufgenommen: der geneigte Sockel, die Reihe der Kragsteine unter dem Kranz, der viereckige Turm in der Mitte und der runde rechts, und davor die weißen Blöcke der Mole
die beiden Rundtürme von unten, oben durch einen eisernen Steg verbunden: wo der Putz abgefallen ist, liest man das Bruchsteinmauerwerk darunter