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die weiße Steilküste des Cap Blanc-Nez spiegelt sich bei Ebbe im nassen Sand
Foto: Maëlick, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Spaziergänge · Côte d'Opale, fra Escalles e Audinghen · Frankreich

Cap Blanc-Nez und Cap Gris-Nez

die Steilküste aus weißer Kreide und die aus grauem Sandstein, die Bucht von Wissant dazwischen, der Obelisk der Dover Patrol, die Bunker des Atlantikwalls und England am Horizont

ein TagDauer
kostenlosPreis
ganzjährig, im Mai die blühende GrasnelkeWann hinfahren

Westlich von Calais steigt die Küste an und wird zur Steilküste, an der Stelle, an der Frankreich und England einander am nächsten sind. Das erste Kap ist das Cap Blanc-Nez, die weiße Nase: eine Steilküste aus Kreide aus der Kreidezeit, 134 Meter hoch, oben mit dem Obelisken der Dover Patrol und den Bombentrichtern in den Wiesen. Dann führt die Straße hinunter in die große Bucht von Wissant, mit den Dünen, den Fischerdörfern und dem Strand der Kitesurfer, und wieder hinauf zum Cap Gris-Nez, der grauen Nase, aus Sandstein und Mergel aus dem Jura, niedriger, dem Kap, das England am nächsten liegt: von dort ist Dover etwa dreißig Kilometer entfernt, und an klaren Tagen sieht man seine weißen Klippen. Die beiden Kaps und die acht Orte ringsum bilden den Grand Site de France des Deux-Caps, und man erkundet sie zu Fuß auf den Küstenwegen, zwischen Schafen, Orchideen und Seevögeln. Zu den Kaps fährt man tagsüber: das Gebiet ist als site classé geschützt, und für die Nacht fährt das Wohnmobil hinunter zum Stellplatz von Wissant, dem Ort mitten in der Bucht.

Anfahrt

Die beiden Kaps liegen an der D940, der Küstenstraße, die von Calais über Sangatte führt, zum Blanc-Nez hinaufsteigt, nach Escalles und Wissant hinunterführt und wieder hinauf zum Gris-Nez und nach Audresselles. Man besucht sie nacheinander: tagsüber fährt das Wohnmobil von einem Parkplatz zum anderen, und am Abend nach Wissant.

  • Am Blanc-Nez gibt es oben einen kostenlosen Parkplatz, an der D940, von dem man direkt zum Obelisken kommt: an schönen Tagen ist er schnell voll. Weiter unten, am Ende der rue de la Mer in Escalles, liegt der kostenlose Parkplatz des Cran d'Escalles, wo aber ein Teil der Plätze auf 2,10 Meter Höhe begrenzt ist
  • An den Kaps übernachtet man nicht: sie sind seit 1987 ein site classé, in dem Camping und das Übernachten im Wohnmobil verboten sind, und auf mehreren Parkplätzen hat der Grand Site Holzportale von 2,10 Metern Höhe aufgestellt, gerade um das Übernachten zu verhindern. Für die Nacht gibt es den Stellplatz von Wissant, zwischen den beiden Kaps; die Seite über Calais nennt auch den Campingplatz der Gemeinde Wissant und den Stellplatz der Ferme de l'Horloge in Tardinghen
  • Mit dem Bus ab Calais: in der Hochsaison wird die Linie 5 mit dem Div'in gefahren, dem offenen Doppeldeckerbus, kostenlos, der vom Bahnhof Calais-Ville in etwa fünfunddreißig Minuten zum Cap Blanc-Nez fährt. Das Tourismusbüro empfiehlt ihn gerade, damit man an vollen Tagen oben keinen Platz suchen muss. Die Linie 505, von Calais nach Boulogne, hält an der Maison du Site, an der Haltestelle Maison Site - Musée
  • Mit dem Fahrrad: die Vélomaritime verläuft fünfundzwanzig Kilometer durch den Grand Site, und an der Maison du Site leiht man Fahrräder. Auf den Wegen der beiden Kaps sind Fahrräder nicht erlaubt

Praktische Hinweise

Ein ganzer Tag, mit den beiden Kaps, einem Rundweg zu Fuß und der Batterie Todt. Wer nur einen halben Tag hat, macht die zwei kurzen Wege zu den Aussichtspunkten, den am Obelisken und den an der Spitze des Gris-Nez, und fährt mit dem Wohnmobil vom einen zum anderen.

Dauer ein halber Tag für die beiden Aussichtspunkte oben auf den Kaps, mit dem Wohnmobil von einem Parkplatz zum anderen; ein Tag mit einem Rundweg zu Fuß, wie den Balcons d'Escalles, zwei Stunden, und der Batterie Todt, anderthalb Stunden

Preis kostenlos

Wann hinfahren ganzjährig, im Mai die blühende Grasnelke

Geeignet für Familien, mit dem Rundweg am Cap Blanc-Nez von viereinhalb Kilometern; der Weg zum Obelisken der Dover Patrol und der zu den Aussichtspunkten des Gris-Nez sind rollstuhlgerecht, die Batterie Todt nicht. Hunde dürfen an der Leine auf die Wege, nicht ins Museum. Der Wind ist fast immer stark, und man braucht eine Windjacke und Wanderschuhe

Buchung für die Kaps nicht nötig; die Batterie Todt verlangt sie nicht von Einzelbesuchern, und die Besichtigung der Brasserie des 2 Caps erfragt man bei der Brauerei

Kontakt

Wo es liegt

Côte d'Opale, fra Escalles e Audinghen · Hauts-de-France

50.925430, 1.706950

Notizen

  • Das Cap Blanc-Nez: die 134 Meter hohe Steilküste aus weißer Kreide, ein Naturgebiet von 336 Hektar, das Eden 62 betreut, die Einrichtung des Départements für die Naturgebiete. In den Wänden nisten Möwen, Eissturmvögel und Dreizehenmöwen; auf den Kalkmagerrasen wachsen wilde Orchideen, und rund um den Mont d'Hubert sieht man noch die Trichter der englischen Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Jedes Jahr, von Mai bis Oktober, weiden sechshundert Schafe der Rasse Boulonnais mit ihrer Schäferin an den Hängen, um sie freizuhalten
  • Der Obelisk der Dover Patrol, am höchsten Punkt des Kaps: er erinnert an die Dover Patrol, die französisch-britische Flotte, die im Ersten Weltkrieg die Meerenge zwischen den beiden Verbündeten offen hielt, indem sie Minen legte und räumte, die Schiffe geleitete und den U-Booten den Weg versperrte. Den Grundstein legte Marschall Foch am 26. Januar 1920, und am 20. Juli 1922 wurde er eingeweiht; deutsche Pioniere sprengten ihn am 7. Juli 1944, und 1962 wurde er wiederaufgebaut. Ein Zwillingsobelisk steht gegenüber, an der englischen Küste, in St Margaret's at Cliffe. Vom Parkplatz führt ein siebenhundert Meter langer, rollstuhlgerechter Weg zum Obelisken und zum Aussichtspunkt, mit dem Rundblick ringsum, zwischen den Bunkern des Atlantikwalls
  • Von oben sieht man die Schiffe vorbeiziehen: die Fähren zwischen Calais und Dover und die Frachtschiffe in der Meerenge, und an klaren Tagen die weißen Klippen Englands. Der Rand der Steilküste kann abbrechen: er weicht im Durchschnitt zwanzig Zentimeter im Jahr zurück, und man geht auf den markierten Wegen, weit weg vom Rand
  • Der Cran d'Escalles: von oben führt ein markierter Weg hinunter zum Cran d'Escalles, einem schmalen Strand aus Kieseln und Sand zwischen den Steilküsten, mit dem Blanc-Nez über dem Kopf. Bei Flut verschwindet der Strand ganz: man steigt mit dem Gezeitenkalender in der Tasche hinunter. Von hier führt der GR 120 weiter zum Gris-Nez
  • Die Rundwege am Blanc-Nez: die Balcons d'Escalles, siebeneinhalb Kilometer und zwei Stunden, beginnen an der place de la Mairie von Escalles, steigen über den Weiler Haute-Escalles zum Mont d'Hubert hinauf, überqueren die D940, erreichen den Obelisken und kehren an der Steilküste entlang, in gutem Abstand vom Rand, zum Cran d'Escalles zurück und über die rue de la Mer ins Dorf. Die Hauts de Sangatte, siebeneinhalb Kilometer, zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Stunden, beginnen am Parkplatz Hubert Latham am Ortsausgang von Sangatte und führen am türkisfarbenen See des Fond Pignon vorbei, der aus der Kreide entstand, die für den Tunnel unter dem Ärmelkanal ausgehoben wurde. Für Familien gibt es den Rundweg am Cap Blanc-Nez, viereinhalb Kilometer
  • Die Bucht von Wissant: zwischen den beiden Kaps senkt sich die Küste zu einer großen Bucht aus Sand und Dünen. Wissant, in der Mitte, war ein Fischerdorf, mit den Flobarts, den Strandbooten, und ist heute, wegen des Windes, einer der bekanntesten Orte Europas für Windsurfen und Kitesurfen. In Tardinghen, ein Stück weiter, liegen das marais, das Sumpfgebiet hinter den Dünen, der Strand des Châtelet, wo man bei Ebbe das Wrack der Lord Grey sieht, und der Sentier des Berniques, acht Kilometer lang. Ende April blühen über dem marais die Schlehen und der Ginster
  • Das Cap Gris-Nez: die etwa fünfzig Meter hohe Steilküste aus Sandstein und Mergel, mit dem Leuchtturm oben und den Felsblöcken unten, wo man manchmal Robben sieht. Es ist ein in ganz Europa bekannter Ort, um die Zugvögel zu beobachten. Die Spitze wurde 2008 für etwa eine Million Besucher im Jahr hergerichtet und ist rollstuhlgerecht: der Weg der Aussichtspunkte, siebenhundert Meter lang, blickt auf die Meerenge, auf die Bucht von Wissant und auf das ferne Blanc-Nez. Im Mai blüht am Rand der Steilküste die Strand-Grasnelke, rosa, und auf den Wiesen sieht man die Schafe weiden
  • Die Maison du Site des Deux-Caps, im Bauernhof von Haringzelle in Audinghen, ist der Empfang des Grand Site: die Ausstellung Entre Terre et Mer, mit Modellen und Projektionen über die Steilküsten und die Natur der Kaps, der Verleih von Fahrrädern, auch mit Tretunterstützung, von Tandems und Kinderanhängern, die Erzeugnisse der Gegend und die geführten Ausflüge. Sie ist täglich von 10:00 bis 12:30 Uhr und von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, im Juli und im August von 10:00 bis 19:00 Uhr
  • Die Batterie Todt und das Museum des Atlantikwalls, hundert Meter von der Maison du Site, im Bunker Turm I: die deutsche Batterie hatte vier Geschütze von 380 Millimetern in Kasematten, auf England gerichtet. Sie feuerte zum ersten Mal am 20. Januar 1942, und am 29. September 1944 ergab sie sich der 3. kanadischen Division. Das Museum erzählt vom Leben der deutschen Soldaten, und draußen steht eines der letzten Eisenbahngeschütze K5 der Welt. 2026 ist es Dienstag bis Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr und sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, montags geschlossen, und es schließt über den Winter vom 9. November 2026 bis 12. Februar 2027; die Eintrittskarte kostet 9 Euro, 6 von 7 bis 14 Jahren, 8 für Studierende, 28 für die Familie. Es ist weder für Rollstühle noch für Kinderwagen zugänglich, Tiere kommen nicht hinein, außer Blindenhunden, und Wanderstöcke lässt man am Eingang. Telefon +33 9 66 91 97 33
  • Audresselles, südlich des Gris-Nez, ist das typischste der Fischerdörfer der Côte d'Opale, mit den niedrigen Häusern mit bunten Fensterläden und den letzten Flobarts. Die Fischer fangen Hummer und Taschenkrebse
  • Das Bier der beiden Kaps: die Brasserie des 2 Caps, in einem restaurierten Bauernhof in Tardinghen, route d'Ausques 1413, zeigt freitags um 11:00 Uhr ihre Anlagen mit Verkostung, anderthalb Stunden; Telefon +33 3 21 10 56 53. Den Preis der Besichtigung veröffentlicht die Brauerei nicht
  • Die Regeln der Kaps: Hunde an der Leine sind erlaubt, Fahrräder auf den Wegen nicht; man pflückt keine Pflanzen und nimmt den Müll wieder mit. Man bleibt auf den markierten Wegen, weil die Kalkmagerrasen und die Dünen empfindlich sind, und bevor man zu den Stränden und Felsen hinuntersteigt, schaut man nach den Gezeiten
  • Zwischen Ende April und Anfang Mai 2027: die Schulen im Norden, der Zone B, haben bis 2. Mai Ferien, und auf den Parkplätzen ist viel los; der 1. Mai ist Feiertag. Im Mai beginnen die Blüte der Grasnelke am Gris-Nez und die Beweidung durch die Schafe am Blanc-Nez, und 2027 kehrt das Deux-Caps Photos Festival zurück, das alle zwei Jahre die Fotografien zwischen den beiden Kaps ins Freie bringt. Das Museum der Batterie Todt ist montags geschlossen. Freitagabends, von April bis September, hat Wissant seinen Markt, von 18:00 bis 21:00 Uhr

Foto: Maëlick, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Foto: Carsten Steger, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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Foto: Stefan Oemisch, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: FrDr, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: Dguendel, Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Foto: FrDr, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: Anthospace, Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Foto: Pierre André Leclercq, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: Stefan Oemisch, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: Pierre André Leclercq, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: Raimond Spekking, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: Pierre André Leclercq, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: FrDr, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: Carsten Steger, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: Joel.herbez, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: Txllxt TxllxT, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: FrDr, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Foto: Dguendel, Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Foto: Michel wal, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Foto: Velvet, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Foto: Jean-Pol Grandmont, Wikimedia Commons, CC BY 3.0