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Parma entdecken

Zwischen Renaissance-Kunst und gastronomischer Tradition

Parma ist ein Juwel der Emilia-Romagna, das die Herzen von Wohnmobilreisenden mit seiner diskreten Eleganz und seinem außergewöhnlichen Erbe erobert. Als italienische Hauptstadt der gastronomischen Kultur und von der UNESCO als „Creative City of Gastronomy“ ausgezeichnet, ist Parma weit mehr als nur Schinken und Parmesan: Es ist eine Kunststadt, in der die Meisterwerke von Correggio und Parmigianino mit den majestätischen Palästen der Farnese dialogieren, in der die Musik von Giuseppe Verdi in den historischen Theatern noch immer nachklingt und in der jeder Platz Jahrhunderte von Geschichte erzählt. Das kompakte, fußgängerfreundliche historische Zentrum lässt sich bequem zu Fuß erkunden, während die gut angebundenen Stellplätze es ermöglichen, das Wohnmobil sicher abzustellen und in ein Erlebnis einzutauchen, das Kultur, Kunst, Musik und exzellente kulinarische Tradition vereint.

Stellplätze und Übernachtungen

Empfohlene Stellplätze

🅿️ Wohnmobilstellplatz Parma
Largo XXIV Agosto 1942, 21/a – 43126 Parma
Der Wohnmobilstellplatz Parma ist die bequemste Lösung für einen Besuch der Stadt. Er liegt nur 3,8 km vom historischen Zentrum entfernt und bietet 27 Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen auf einem ausgestatteten, eingezäunten, beleuchteten und rund um die Uhr videoüberwachten Areal.

Tarife: 4 € für 1 Stunde, 6 € für 2 Stunden, 12 € für 12 Stunden, 20 € für 24 Stunden. Maximale Aufenthaltsdauer: 72 aufeinanderfolgende Stunden.

Öffnungszeiten: 365 Tage im Jahr geöffnet, von 7:00 bis 23:00 Uhr. Personal vor Ort von 8:00 bis 20:00 Uhr (außer sonntagnachmittags).

Nützliche Hinweise: Ein Lidl-Supermarkt befindet sich in unmittelbarer Nähe. Die Bushaltestelle zum historischen Zentrum ist bequem zu Fuß erreichbar. Ausgezeichnete logistische Basis, um Parma mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden.

GPS: 46.793440, 11.924860

🅿️ Agriturismo Argaland
Strada Bergonzi n. 12, Località Baccanelli – 43126 Parma

Für diejenigen, die ein ländlicheres und entspannteres Erlebnis suchen, bietet der Agriturismo Argaland 8 Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen, eingebettet in die Landschaft von Parma, nur 10 Minuten vom Stadtzentrum entfernt.

Der Bauernhof befindet sich in einer authentischen landwirtschaftlichen Umgebung mit einem schönen Herrenhaus, das von Feldern umgeben ist. Die Atmosphäre ist ruhig und familiär, perfekt für alle, die dem städtischen Alltag entfliehen und dennoch nah an der Stadt bleiben möchten. Die Bushaltestelle nach Parma befindet sich direkt vor dem Eingang der Anlage.

Nützliche Hinweise: Von hier aus startet auch ein Radweg, der durch den Taro-Park direkt in das historische Zentrum führt. Ein hervorragender Ausgangspunkt für alle, die den Besuch von Parma mit Ausflügen in die umliegenden Hügel (Burg von Torrechiara, Food-Museen, mittelalterliche Dörfer) verbinden möchten.

GPS: 46.795580, 11.930060

„Festung Sanvitale in Fontanellato“

„das Baptisterium von Parma und der angrenzende Dom“

Unterwegs in der Stadt

Parma ist eine extrem bequem zu Fuß zu erkundende Stadt: Das historische Zentrum ist weitgehend verkehrsberuhigt und die Hauptattraktionen (Piazza Duomo, Palazzo della Pilotta, Teatro Regio, Parco Ducale) liegen nah beieinander und sind alle in einem 10- bis 15-minütigen Spaziergang erreichbar.

Vom Wohnmobilstellplatz Parma:
Mehrere Stadtlinien verbinden den Parkplatz mit dem historischen Zentrum durch häufige Fahrten. Die Linien 6, 7 und 21 bringen Sie in etwa 15 Minuten zur Piazza Garibaldi im Herzen der Stadt. Die Fahrkarten für den Stadtverkehr kosten etwa 1,50 € und können an Kiosken, in Tabakläden oder per App erworben werden.

Vom Agriturismo Argaland:
Die Linie 6 (Richtung „Parma Centro“) fährt an der Haltestelle direkt vor dem Eingang des Bauernhofs ab und erreicht das Zentrum in etwa 20 Minuten. Alternativ gibt es für Fahrradbegeisterte einen angenehmen Radweg von etwa 7 km, der durch die Landschaft und den Taro-Park bis zum Parco Ducale führt.

Mit dem Fahrrad:
Parma ist sehr fahrradfreundlich, mit zahlreichen Radwegen und einem flachen historischen Zentrum. Der Agriturismo Argaland bietet einen Fahrradverleih an, ideal für eine nachhaltige Erkundung der Stadt und ihrer Umgebung.

Parken in der Stadt (für diejenigen, die lieber mit dem Auto fahren):
Sollten Sie sich entscheiden, mit einem kleineren Fahrzeug in die Stadt zu fahren, gibt es in der Nähe des Parco Ducale (Viale Pasini) kostenpflichtige Parkplätze, die an Sonn- und Feiertagen kostenlos sind. Bitte beachten Sie: Wohnmobile dürfen nicht im historischen Zentrum verkehren, da dieses größtenteils eine ZTL (verkehrsberuhigte Zone) ist.

Praktischer Rat: Sobald Sie an der Piazza Garibaldi angekommen sind, lässt sich das gesamte Zentrum problemlos zu Fuß besichtigen. Planen Sie mindestens 4-5 Stunden für eine vollständige Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ein, oder einen ganzen Tag, wenn Sie die Pilotta-Museen in aller Ruhe besuchen möchten.

Sehenswürdigkeiten (PoI)

1
Piazza del Duomo: The Romanesque Heart of Parma Die Piazza del Duomo ist einer der stimmungsvollsten mittelalterlichen Plätze Italiens, ein Kompendium romanischer und gotischer Architektur, das durch seine Harmonie und Schönheit besticht. Hier konzentrieren sich drei absolute Meisterwerke: der Dom (Kathedrale), das Baptisterium und das Diözesanmuseum. Der Dom Santa Maria Assunta ist ein prächtiges Beispiel der lombardischen Romanik, das im Jahr 1106 geweiht wurde. Das Äußere mit seiner Giebelfassade, die mit übereinanderliegenden Loggien geschmückt ist, und der mächtige Glockenturm im gotischen Stil (63 Meter hoch), bereiten den Besucher auf die Pracht des Innenraums vor. Doch beim Blick nach oben in die Kuppel erlebt man die größte Emotion: Die Himmelfahrt Mariens, ein absolutes Meisterwerk von Correggio (1526-1530) – ein Wirbel aus Engeln, Heiligen und Figuren, die in einem Triumph aus Farben und Bewegung dem Himmel entgegenzustreben scheinen. Dieses Fresko stellt einen der Höhepunkte der italienischen Renaissance-Malerei dar und hat Generationen von Künstlern beeinflusst. In den Seitenschiffen befinden sich weitere kostbare Werke, darunter die berühmte Kreuzabnahme Christi, die 1178 von Benedetto Antelami geschaffen wurde. Das Baptisterium San Giovanni Battista, das zwischen 1196 und 1270 vom Architekten und Bildhauer Benedetto Antelami erbaut wurde, gilt als eines der bedeutendsten Denkmäler Europas für den Übergang von der Romanik zur Gotik. Sein achteckiger Grundriss (die Acht symbolisiert die Auferstehung Christi) und die Außenverkleidung aus rosa Veroneser Marmor erzeugen einen einzigartigen Farbeffekt. Außen sollten Sie den Zooforo nicht verpassen, eine Galerie von 75 Tafeln, die reale und fantastische Tiere, Löwen, Greifen und Zentauren darstellen. Im Inneren sind die 16 Bögen vollständig mit biblischen Szenen im byzantinischen Stil freskiert, während die Kuppel das Himmlische Jerusalem darstellt. Besonders beeindruckend ist Antelamis Skulpturenzyklus der Monate und Jahreszeiten, ein Meisterwerk mittelalterlicher Kunst, das die menschliche Arbeit in den verschiedenen Zeitabschnitten des Jahres beschreibt. Das Diözesanmuseum beherbergt Kunstwerke aus dem Dom und dem Baptisterium sowie kostbare römische Mosaike aus dem 5. Jahrhundert, die bei Ausgrabungen entdeckt wurden.
2
Monumentaler Komplex der Pilotta: Ein Schatz der Farnese Schloss Bruneck dominiert die Stadt von der Spitze eines grünen Hügels aus. Im 13. Jahrhundert vom Bischof von Brixen erbaut, wurde es vor kurzem durch einen kühnen Eingriff renoviert, bei dem den antiken Mauern moderne Materialien wie Holz, Glas und Stahl zur Seite gestellt wurden. Heute beherbergt es das Messner Mountain Museum Ripa, eines der sechs Museen des vom Bergsteiger Reinhold Messner gegründeten Rundwegs. Das Museum ist den Bergvölkern der Welt gewidmet: Sherpas, Inkas, Tibeter, Mongolen und viele andere Kulturen, die seit Jahrtausenden in Symbiose mit den Gipfeln leben. Die Ausstellungsräume zeigen Alltagsgegenstände, Arbeitsgeräte, rituelle Masken und Zeugnisse der religiösen und spirituellen Traditionen dieser Völker. Es ist eine faszinierende und ungewöhnliche Reise, die verständlich macht, dass die Berge nicht nur aus Skifahren und Klettern bestehen, sondern auch Heimat, Kultur und Resilienz bedeuten. Das Schloss ist vom Zentrum aus über einen Panoramaweg erreichbar, der am Fuße des Hügels beginnt und sanft durch Wiesen und Bäume ansteigt. Der Aufstieg dauert 10-15 Minuten und bietet einen immer weiter werdenden Blick auf die Stadt und das Tal. Die Strecke ist im Sommer sehr angenehm, kann aber im Winter rutschig sein: Tragen Sie geeignetes Schuhwerk. Der Palazzo della Pilotta ist ein imposanter monumentaler Komplex aus dem 16. Jahrhundert, der fünf Museen in einem einzigen Gebäude beherbergt. Er wurde zwischen 1583 und 1600 als Anbau an den herzoglichen Palast der Farnese errichtet und verdankt seinen Namen dem Pelota-Spiel (baskisches Pelota), das die spanischen Soldaten in seinen Höfen praktizierten. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde er in der Nachkriegszeit wiederaufgebaut und ist heute eines der wichtigsten Kulturzentren Italiens. Teatro Farnese Das erste Wunder, auf das Sie stoßen werden, ist das Teatro Farnese, ein Meisterwerk der Theatertechnik aus dem Jahr 1618, entworfen vom Architekten Giovan Battista Aleotti. Vollständig aus Holz und Stuck gefertigt, um edlen Marmor und Metalle zu imitieren, war es das erste moderne permanente Theater des Westens, ausgestattet mit einem revolutionären mobilen Bühnensystem. Der Zuschauerraum bot Platz für 3.000 Personen und konnte für die Darstellung von Seeschlachten sogar geflutet werden. Trotz seiner Pracht nutzten die Farnese es nur neunmal! Nach der Zerstörung durch Bombenangriffe im Jahr 1944 wurde es originalgetreu rekonstruiert und empfängt die Besucher heute in seiner ganzen Erhabenheit. Galleria Nazionale (Nationalgalerie) Die Galleria Nazionale von Parma ist eine der bedeutendsten Gemäldegalerien Italiens. Sie beherbergt Meisterwerke von Leonardo da Vinci (der Frauenkopf, bekannt als La Scapiliata), Correggio, Parmigianino, Canaletto, Fra Angelico, El Greco, Tiepolo und vielen anderen italienischen und europäischen Meistern. Besonders reich ist die Abteilung für emilianische Malerei des 16. Jahrhunderts mit Räumen, die ganz den abgenommenen Fresken von Correggio und den manieristischen Werken von Parmigianino gewidmet sind. Museo Archeologico Nazionale (Archäologisches Nationalmuseum) Das 1760 von Philipp von Bourbon gegründete Museum bewahrt bedeutende Funde von der Vorgeschichte bis zur Römerzeit auf, mit einer bemerkenswerten ägyptischen Sammlung und etruskischen Funden aus der römischen Stadt Veleia. Biblioteca Palatina (Palatinische Bibliothek) Eine historische Bibliothek, die 1762 gegründet wurde und über die prächtige, im neoklassizistischen Stil dekorierte Galerie Petitot verfügt. Sie ist reich an alten Manuskripten, Inkunabeln und seltenen Ausgaben. Museo Bodoni (Bodoni-Museum) Gewidmet der Kunst der Typografie und dem berühmten Pariser Typografen Giambattista Bodoni, dem Erfinder der nach ihm benannten Schriftart.
3
Teatro Regio: Der Tempel der Verdianischen Musik Das Teatro Regio ist eines der prestigeträchtigsten und anspruchsvollsten Opernhäuser Italiens, das zwischen 1821 und 1829 auf Wunsch von Marie-Louise von Österreich, der Gemahlin Napoleons und Herzogin von Parma, erbaut wurde. Das Theater wurde vom Architekten Nicola Bettoli im neoklassizistischen Stil entworfen und verfügt über eine schlichte, elegante Fassade, die ein prunkvolles Inneres verbirgt: Der hufeisenförmige Saal mit vier Logenrängen wird von einem riesigen Pariser Kronleuchter mit einem Gewicht von einer Tonne dominiert. Das Teatro Regio ist untrennbar mit Giuseppe Verdi verbunden, dem Komponisten aus Busseto, der hier viele seiner Opern uraufführen ließ. Noch heute gilt das Publikum des Regio als eines der anspruchsvollsten und fachkundigsten der Welt: Eine Standing Ovation im Teatro Regio ist eine begehrte Auszeichnung für jeden Opernsänger. Jedes Jahr im September und Oktober findet im Theater das Verdi-Festival statt, eines der bedeutendsten Opernereignisse Europas, das Liebhaber aus der ganzen Welt anzieht. Das Theater kann nur im Rahmen von geplanten Führungen oder Veranstaltungen besichtigt werden. Um die Besichtigungstermine und Modalitäten zu erfahren, besuchen Sie bitte die offizielle Website teatroregioparma.it. Alternativ können Sie die Außenfassade und den davor liegenden Platz bewundern, auf dem auch ein Denkmal für Giuseppe Verdi steht.
4
Basilika Santa Maria della Steccata: Das Juwel der Renaissance Die Basilika Santa Maria della Steccata ist eines der Meisterwerke der italienischen Renaissance, erbaut zwischen 1521 und 1539 nach einem Entwurf der Architekten Bernardino und Giovanni Francesco Zaccagni. Der Name leitet sich von dem „Steccato“ (einem Zaun oder Geländer) ab, der im Mittelalter errichtet wurde, um ein wunderbringendes Marienbild zu schützen, das von der Bevölkerung Parmas tief verehrt wurde. Die Kirche hat einen Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes (Langhaus und Querschiff sind gleich lang) und wird von einer großen Zentralkuppel gekrönt, die von Bernardino Gatti mit der Himmelfahrt Mariens freskiert wurde. Das Innere ist hell und elegant, geschmückt mit Stuckarbeiten und Fresken aus dem 16. Jahrhundert. Doch der wahre Schatz der Steccata sind die Fresken von Parmigianino (Francesco Mazzola, 1503–1540), dem Lieblingsschüler Correggios, der hier einen seiner bedeutendsten Zyklen schuf. In den Bögen des Triumphbogens kann man die berühmten Figuren der klugen und törichten Jungfrauen bewundern, die mit einer Anmut und Raffinesse dargestellt sind, die bereits den Manierismus ankündigen. In der Krypta der Basilika befinden sich die Gräber der Herzöge von Farnese, die die Steccata zu ihrem offiziellen Mausoleum machten.
5
Parco Ducale: Die grüne Lunge der Stadt Der Parco Ducale ist das „grüne Wohnzimmer“ der Einwohner von Parma, eine 20 Hektar große Oase im Herzen der Stadt, die 1560 von Herzog Ottavio Farnese in Auftrag gegeben und als italienischer Garten konzipiert wurde. Heute ist er ein beliebter öffentlicher Park, der sich perfekt für eine entspannte Pause nach den Museumsbesuchen eignet. Der Park wird von langen, von Bäumen gesäumten Alleen durchzogen, die mit monumentalen Brunnen, Statuen und Wasserspielen geschmückt sind. In der Mitte steht der Palazzo del Giardino (auch Palazzetto Eucherio Sanvitale genannt), ein elegantes Renaissancegebäude, in dem Wechselausstellungen stattfinden. Zwischen den Bäumen verbirgt sich der romantische Tempietto d'Arcadia (Tempel von Arkadien), ein kleiner neoklassizistischer Pavillon. Am Ende des Parks beherbergen die städtischen Gewächshäuser im Jugendstil exotische botanische Arten. Der Parco Ducale ist der ideale Ort für ein Picknick im Schatten jahrhundertealter Platanen, für Kinder zum sicheren Herumlaufen oder einfach zum Entspannen auf einer Bank bei einem Buch. An sonnigen Tagen sieht man Studenten auf den Rasenflächen, Jogger auf den Alleen und Familien, die spazieren gehen und die friedliche Atmosphäre genießen. Öffnungszeiten: Täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet

Saisonale Veranstaltungen

Verdi Festival

Wann: September - Oktober
Wo: Parma und Busseto
Was: Das Verdi-Festival ist eines der bedeutendsten Opernereignisse Europas, ein fester Termin, der jährlich das Genie von Giuseppe Verdi in den Landstrichen feiert, in denen er geboren wurde. Die Veranstaltung findet zwischen Parma und Busseto (dem Geburtsort des Komponisten) statt und bietet ein Programm voller Opern, Konzerte und Begleitveranstaltungen.

Festival des Parmaschinkens
When: September Where: Parma What: The Parma Ham Festival is the great celebration dedicated to the "King of Hams," which takes place every year in Langhirano (15 km from Parma), the heart of Prosciutto di Parma DOP production. The Ham Festival is the perfect opportunity to immerse yourself in the culinary culture of Parma, taste excellent products, and discover the villages in the province.
Weihnachten in Parma

Wann: Dezember
Wo: Parma
Was: In der Weihnachtszeit hüllt sich Parma in Lichterglanz und empfängt Besucher mit:

  • Weihnachtsmärkten auf der Piazza Garibaldi mit handgefertigten Produkten, traditionellen Süßigkeiten und Geschenkideen
  • Künstlerischen Krippen in den historischen Kirchen
  • Weihnachtskonzerten im Teatro Regio und in den Basiliken
  • Kulinarischen Events: Verkostungen, Themenabende und Initiativen in den Food-Museen

Gerichte und lokale Produkte

Man kann nicht behaupten, Parma wirklich erlebt zu haben, ohne die Torta Fritta probiert zu haben – das traditionelle „Brot“ aus Parma, das in jeder emilianischen Trattoria Aufschnitt und Käse begleitet. In Modena und Reggio Emilia nennt man es „Gnocco Fritto“, aber in Parma heißt es „Torta Fritta“ – und dafür gibt es einen historischen Grund.

Geschichte und Tradition

Die Torta Fritta hat antike Ursprünge, die wahrscheinlich auf die Langobarden zurückgehen, ein germanisches Volk, das nach dem Fall des Römischen Reiches Norditalien eroberte. Die Langobarden verfügten über reichlich Schmalz (Schweinefett) und verwendeten es sowohl im Teig als auch zum Frittieren. Dieses einfache frittierte Brot wurde bis in die 1960er Jahre zur täglichen Nahrung der emilianischen Bauern und ersetzte das eigentliche Brot, dessen Zubereitung zeitaufwendiger war.

Aber warum „Torta“ (Kuchen/Torte)? Weil es in den vergangenen Jahrhunderten üblich war, sie am Ende der Mahlzeit mit Zucker bestäubt als Süßspeise zu servieren. Daher rührt der Name „Torta“, auch wenn sie heute fast ausschließlich herzhaft gegessen wird, begleitet von Prosciutto Crudo, Salame Felino, Culatello, Coppa und Parmigiano Reggiano.

Rezept für Torta Fritta Parmigiana

Die Torta Fritta ist überraschend einfach zuzubereiten, sogar im Wohnmobil! Sie benötigt nur wenige Zutaten und das Ergebnis ist garantiert: frittierte Rauten aus Hefeteig, außen knusprig und innen weich, die wie goldene Kissen aufgehen.

Zutaten (für 4 Personen):
  • 500 g Mehl (Type 405 oder 550)
  • 12 g frische Bierhefe (oder 4 g Trockenhefe)
  • 180 ml lauwarmes Wasser
  • 3 Esslöffel Olivenöl extra vergine
  • 10 g (ca. 1/2 EL) feines Salz
  • 1 Prise Zucker
  • Erdnussöl (oder ein anderes Frittieröl) nach Bedarf
Zubereitung:
  1. Hefe vorbereiten: Die Bierhefe in einer Schüssel mit einer Prise Zucker und 50 ml lauwarmem Wasser zerbröseln. Rühren, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat, und 10 Minuten ruhen lassen, bis sich ein leichter Schaum an der Oberfläche bildet.
  2. Kneten: Auf einem Nudelbrett (oder in einer großen Schüssel) eine Kuhle im Mehl bilden. Die Hefe-Mischung, das Olivenöl, das Salz und das restliche lauwarme Wasser in die Mitte geben. Mit einer Gabel von der Mitte aus mischen und nach und nach das Mehl einarbeiten. Wenn der Teig Form annimmt, 8–10 Minuten lang kräftig mit den Händen kneten, bis ein glatter, elastischer und nicht klebriger Teigballen entsteht.
  3. Gehen lassen: Den Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen, mit Frischhaltefolie oder einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort für mindestens 1–1,5 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  4. Ausrollen und Schneiden: Den Teig auf einer bemehlten Fläche etwa 3–4 mm dick ausrollen. Mit einem Messer oder einem Teigrädchen Rauten von etwa 6×7 cm (oder Rechtecke) ausschneiden. Ein kleiner Schnitt in der Mitte jeder Raute hilft beim Aufgehen während des Frittierens.
  5. Frittieren: In einer tiefen Pfanne oder einem Topf reichlich Öl auf 170–180°C erhitzen. Testen Sie die Temperatur mit einem Stückchen Teig: Er sollte sofort zischen und an die Oberfläche steigen. Die Rauten nacheinander frittieren (nur 2–3 gleichzeitig), dabei häufig wenden. Sie werden wie kleine Ballons aufgehen! Wenn sie gleichmäßig goldbraun sind (ca. 1–2 Minuten pro Seite), herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  6. Servieren: Die Torta Fritta muss dampfend heiß serviert werden, begleitet von reichlich Prosciutto di Parma DOP, Salame Felino, Coppa di Parma, Culatello di Zibello und Flocken von 24–36 Monate gereiftem Parmigiano Reggiano. Reichen Sie dazu auch Weichkäse wie Squacquerone oder Stracchino. Ein Glas gut gekühlter Lambrusco ist die perfekte Begleitung!
Historische und kulturelle Anmerkung

Die Torta Fritta ist ein Symbol der emilianischen Gastfreundschaft. Wenn früher unerwartete Gäste kamen, genügte es, das Feuer zu entzünden und Torta Fritta zuzubereiten, um eine herzhafte Mahlzeit anzubieten. Heute ist es ein Gemeinschaftsritual: Emilianische Familien kommen immer noch zusammen, um gemeinsam Torta Fritta zuzubereiten – eine Geste der Liebe, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die Großmütter sagen, dass übrig gebliebene Torta Fritta (falls es jemals dazu kommt!) auch am nächsten Tag noch hervorragend schmeckt und manche sie zum Frühstück sogar in warme Milch tunken!

Nützliche Tipps

Wann man reisen sollte

  • Frühling (April–Mai): Die beste Zeit für einen Besuch in Parma. Das Klima ist mild, die Parks blühen und die Sommerhitze ist noch nicht da. Ideal für Spaziergänge und Museumsbesuche.
  • Herbst (September–Oktober): Eine weitere hervorragende Zeit mit angenehmen Temperaturen. Dies ist aufgrund des Verdi-Festivals und des Schinkenfestivals Hochsaison, also rechnen Sie mit mehr Betrieb (aber es lohnt sich absolut!).
  • Sommer (Juni–August): Es ist heiß, aber es gibt viele Veranstaltungen im Freien. Vermeiden Sie die Mittagsstunden für Besichtigungen von Baudenkmälern.
  • Winter (Dezember–Februar): Kalt und der für die Po-Ebene typische Nebel, aber die weihnachtliche Atmosphäre ist bezaubernd und die Museen sind weniger überlaufen.

Verkehrswarnung

Vermeiden Sie es unbedingt, mit Ihrem Wohnmobil in das historische Zentrum zu fahren: Fast das gesamte Zentrum ist eine ZTL (verkehrsberuhigte Zone) mit aktiven Kameras und hohen Bußgeldern. Die empfohlenen Parkplätze sind bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad erreichbar.

Hügel und Umgebung

Wenn Sie mehr Tage Zeit haben, bietet die Provinz Parma verborgene Schätze:

  • Burg von Torrechiara (20 km): eine der schönsten mittelalterlichen Burgen Italiens
  • Busseto (40 km): das Dorf von Giuseppe Verdi, mit seinem Geburtshaus und dem Teatro Verdi
  • Langhirano (15 km): das Reich des Prosciutto di Parma, mit dem Schinkenmuseum und zur Besichtigung geöffneten Produktionsstätten
  • Food Museen (Musei del Cibo): Themenmuseen gewidmet dem Parmigiano Reggiano, Prosciutto di Parma, Pasta, Tomate und Wein, die in den Hügeln verstreut liegen

Shopping und Vorräte

Bevor Sie Parma verlassen, decken Sie sich mit lokalen Köstlichkeiten ein:

  • Parmigiano Reggiano DOP gereift (der 36-monatige ist außergewöhnlich!)
  • Prosciutto di Parma DOP (lassen Sie ihn direkt vor Ort aufschneiden)
  • Culatello di Zibello DOP (wenn das Budget es erlaubt, ist er das Allerbeste!)
  • Salame Felino IGP
  • Lokale Weine: Lambrusco, Malvasia dei Colli di Parma DOC, Fortana del Taro DOC

Die besten Orte zum Einkaufen sind die Feinkostläden (*salumerie*) und Gastronomien im historischen Zentrum (Via Farini, Via Cavour) sowie die Käsereien (*caseifici*) in den Hügeln.

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