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Bozen entdecken

Bozen mit dem Wohnmobil: zwischen Weihnachtsmärkten und mitteleuropäischer Kultur

Bozen ist eine Stadt, die zu jeder Jahreszeit überrascht, aber besonders in der Adventszeit entfaltet sie ihren ganzen Zauber. Als Tor zu den Dolomiten und Schnittpunkt zwischen italienischer und mitteleuropäischer Kultur bietet die Südtiroler Landeshauptstadt Wohnmobilreisenden eine perfekte Mischung aus Geschichte, Kunst und alpinen Traditionen – alles bequem mit dem Bus von Ihrem Camper aus erreichbar.

Bozen mit dem Wohnmobil zu besuchen, ist eine strategische Entscheidung: Sie können bequem außerhalb des Stadtzentrums übernachten und das Herz der Stadt in wenigen Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Das historische Zentrum, fast vollständig Fußgängerzone, lässt sich leicht zu Fuß zwischen mittelalterlichen Arkaden, eleganten Plätzen und erstklassigen Museen erkunden. Und wenn Sie Bozen zwischen November und Januar besuchen, verwandeln die berühmten Weihnachtsmärkte den Waltherplatz in eine zauberhafte Welt aus Lichtern, Zimtduft und Glühwein.

Aber Bozen besteht nicht nur aus Märkten: Es ist die Heimat von Ötzi, dem Mann aus dem Eis, einer der am meisten untersuchten Mumien der Welt. Und nach einem Tag voller Kultur und Shopping gibt es nichts Besseres als eine dampfende Portion Kaiserschmarrn in einem der historischen Gasthäuser der Innenstadt.

Stellplätze und Übernachtungen

Bolzano bietet verschiedene Lösungen für Wohnmobilreisende an, die von ausgestatteten Stellplätzen bis hin zu Campingplätzen mit Komplettservice reichen. Hier sind die drei wichtigsten Optionen, von der einfachsten bis zur komfortabelsten.

Empfohlene Stellplätze

🅿️ Wohnmobilstellplatz Via Maso della Pieve (Agriffa)

Der städtische Stellplatz, der dem Zentrum am nächsten liegt, befindet sich in der Via Maso della Pieve, gegenüber dem Friedhof. Es handelt sich um eine praktische und funktionale Lösung, die kürzlich von der Gemeinde mit etwa 20 ausgewiesenen Wohnmobilstellplätzen neu gestaltet wurde. Kostenlose Entsorgung von Grau- und Schwarzwasser, Strom gegen Gebühr (0,25 €/Std.) und eine Frischwasser-Zapfstelle. Das Gelände ist gepflastert und eben.

Preise: 1 €/Stunde von Montag bis Freitag (08:00 – 19:00 Uhr) und Samstag (08:00 – 13:00 Uhr). Nachts sowie an Sonn- und Feiertagen ist das Parken kostenlos. Während der Zeit des Weihnachtsmarktes ist der Platz sehr stark frequentiert.

Entfernung zum Zentrum: 4 km, leicht erreichbar mit den Buslinien 10A und 10B, die direkt vor dem Platz halten (10-15 Minuten bis zum Waltherplatz).

Hinweise: Der Platz liegt zwischen einer viel befahrenen Straße und der Bahnlinie, daher kann es laut sein, aber er ist vollkommen funktional für einen Servicestopp oder zur Besichtigung der Stadt. Ein MD-Supermarkt befindet sich in unmittelbarer Nähe.

GPS: 46.472769, 11.336977

🅿️ Parkplatz Via Sarentino (Seilbahn Jenesien)

Für Reisende mit einem kompakten Wohnmobil ist der Parkplatz an der Talstation der Seilbahn Jenesien eine kostenlose und ruhige Alternative. Keine Serviceleistungen (nur Parken), Parkscheibe für 12 Stunden erforderlich.

Entfernung zum Zentrum: 2,5 km, erreichbar mit den Buslinien 12 und 14. Alternativ können Sie mit der Seilbahn hinauffahren, um das Hochplateau von Jenesien zu erkunden.

Hinweise: Der Parkplatz ist auf PKW-Maße ausgelegt und daher nicht für XL-Wohnmobile geeignet. Nur wenige Plätze verfügbar, aber die Gegend ist ruhig und sowohl mit dem Stadtzentrum als auch mit der Seilbahn für Ausflüge in die Höhe gut verbunden.

GPS: 46.513899, 11.352100

🅿️ Camping Moosbauer

Wenn Sie Komfort, hochwertige Dienstleistungen und die Bequemlichkeit kostenloser öffentlicher Verkehrsmittel suchen, ist Camping Moosbauer die ideale Lösung. Dieser 4-Sterne-Campingplatz liegt wenige Kilometer vom Zentrum entfernt, eingebettet in Südtiroler Apfelwiesen. 80 Stellplätze verschiedener Größen (Kategorie A bis 7,5m, B bis 8m, C bis 11m), alle mit Stromanschluss (6A oder 16A), Wasser und Abwasser. Beheizte und makellose Sanitäranlagen, Salzwasserpool (geöffnet von April bis Oktober), Restaurant-Pizzeria mit Südtiroler Küche, Minimarkt mit lokalen Produkten, kostenloses WLAN, kostenloser Fahrradverleih, Kinderspielplatz, Waschmaschine und Trockner.

Preise: ca. 25-30 €/Nacht pro Besatzung, Strom inklusive. Der Preis beinhaltet die Bolzano Card Mobility, mit der Sie für die gesamte Dauer Ihres Aufenthalts alle öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol kostenlos nutzen können (ein riesiger Vorteil für den Besuch von Bozen und Umgebung!).

Transport: Vor dem Campingplatz finden Sie die Haltestelle der Buslinie 201 (Linie Bozen-Meran), die Sie in etwa 10 Minuten direkt zum Waltherplatz bringt. Die Fahrten sind häufig (etwa alle 30 Minuten) und finden an 7 Tagen in der Woche statt. Die Haltestelle ist nur 5 Gehminuten vom Campingplatz-Eingang entfernt.

Hinweise: Der Campingplatz ist ganzjährig geöffnet und während der Weihnachtsmarktzeit besonders beliebt. Im Winter ist er mit den wichtigsten Dienstleistungen in Betrieb (Wohnmobil-Service, Strom, Sanitäranlagen mit Warmwasser, aber nicht beheizt, Restaurant und Markt geschlossen). Eine Reservierung in der Hochsaison wird empfohlen. Hunde sind nur mit Genehmigung der Direktion erlaubt.

Website: www.moosbauer.com

Unsere Wahl fällt zweifellos auf Camping Moosbauer: Die Kombination aus Servicequalität, kostenlosem Transport mit der Bolzano Card Mobility und der Möglichkeit, die Stadt mit dem Fahrrad zu erkunden (direkter Radweg), macht ihn unschlagbar.

GPS: 46.503508, 11.299200

„Bozen und die Weihnachtsmärkte“

„Bozen und die Weihnachtsmärkte“

Unterwegs in der Stadt

Bozen ist eine wohnmobilfreundliche Stadt: kompakt, gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und mit einem vollständig als Fußgängerzone ausgewiesenen historischen Zentrum, das sich perfekt zu Fuß erkunden lässt.

Mit dem Bus vom Campingplatz ins Zentrum Wenn Sie auf dem Camping Moosbauer übernachten, ist die Linie 201 (Bozen-Meran) Ihr bester Freund: Die Haltestelle befindet sich direkt vor dem Campingplatz, die Busse fahren alle 30 Minuten und in 10 Minuten sind Sie auf dem Waltherplatz. Mit der im Campingplatzpreis enthaltenen Bolzano Card Mobility ist die Fahrt kostenlos. Vom Stellplatz in der Via Maso della Pieve aus nehmen Sie stattdessen die Linien 10A oder 10B, die direkt davor halten (ca. 10-15 Minuten bis ins Zentrum). Vom Parkplatz Via Sarentino fahren die Linien 12 und 14 ab, die Sie in etwa fünfzehn Minuten in die Stadt bringen. Alternativ können Sie mit der Seilbahn nach Jenesien hinauffahren und einen Panorama-Spaziergang genießen, bevor Sie ins Zentrum hinunterfahren.

Zu Fuß im historischen Zentrum Sobald Sie auf dem Waltherplatz angekommen sind, ist alles zu Fuß erreichbar. Das historische Zentrum von Bozen ist gemütlich und sehr angenehm zu begehen: von den mittelalterlichen Lauben bis zum Dom, vom Archäologischen Museum (Ötzi) bis zum Obstmarkt sind die Entfernungen kurz und die Straßen sind Fußgänger- oder verkehrsberuhigte Zonen. Rechnen Sie 5 Minuten zu Fuß zwischen dem Waltherplatz und dem Archäologischen Museum, 10 Minuten, um Schloss Maretsch oder die Talferwiesen zu erreichen, und 15 Minuten, um Schloss Runkelstein entlang der Promenade am Flussufer zu erreichen.

Mit dem Fahrrad Wenn Sie gerne Rad fahren, bietet Bozen ein gut ausgebautes Radwegenetz. Vom Camping Moosbauer aus erreichen Sie das Zentrum mit dem Fahrrad (kostenloser Verleih auf dem Campingplatz) über den Radweg in etwa 15-20 Minuten. Es gibt auch einen direkten Radweg von der Gegend Via Maso della Pieve in Richtung Waltherplatz.

Praktische Tipps

  • Die Bolzano Card Mobility (wenn Sie im Moosbauer übernachten) ermöglicht es Ihnen auch, die Seilbahnen Ritten und Kohlern kostenlos zu nutzen, die sich perfekt für Panoramaausflüge eignen.
  • Das Zentrum ist eine ZTL (Verkehrsberuhigte Zone): Versuchen Sie nicht, mit dem Wohnmobil hineinzufahren, da die Einfahrten durch Kameras überwacht werden.
  • Die nächstgelegenen kostenpflichtigen Parkplätze zum Zentrum sind die Messe Bozen und Bozen Mitte (Via Mayr Nusser), aber wenn Sie mit dem Wohnmobil unterwegs sind, ist es besser, es auf dem Stellplatz zu lassen und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.
  • Die Busfahrpläne sind gut koordiniert: Überprüfen Sie die Website www.sasabz.it oder die Südtirol Pass App, um Ihre Bewegungen zu planen.

Sehenswürdigkeiten (PoI)

1
Südtiroler Archäologiemuseum (Ötzi) Das Südtiroler Archäologiemuseum ist ein absolutes Muss bei jedem Besuch in Bozen. Hier liegt in einer Kühlzelle, die bei -6°C und kontrollierter Luftfeuchtigkeit gehalten wird, Ötzi, der Mann aus dem Eis: eine über 5.300 Jahre alte Naturmumie, die 1991 am Similaun-Gletscher an der Grenze zwischen Italien und Österreich entdeckt wurde. Er ist nicht nur eine Mumie: Ötzi ist eine Zeitmaschine. Dank wissenschaftlicher Studien wissen wir, was er gegessen hat (Steinbock und Getreide), wie er gekleidet war (Leder- und Fellbekleidung), wie sein Gesundheitszustand war (Arthritis, therapeutische Tätowierungen) und sogar, wie er starb (ein Pfeilschuss in die Schulter). Das Museum stellt auch seine außergewöhnliche Ausrüstung aus: eine Kupferbeil, Bogen und Pfeile, eine Rückentrage aus Holz und mit Heu gefütterte Schuhe. Eine perfekte Momentaufnahme des Lebens in der Kupferzeit. Die Dauerausstellung erstreckt sich über mehrere Etagen und erklärt Ötzis Leben und seinen historischen Kontext durch multimediale Unterstützung, 3D-Rekonstruktionen und Originalartefakte. Es ist eine faszinierende Erfahrung, auch für diejenigen, die keine Archäologie-Enthusiasten sind. Adresse: Museumstraße 43, 39100 Bozen Buchung: dringend empfohlen, besonders an Wochenenden und in der Hochsaison. Online buchen unter <a class="underline underline underline-offset-2 decoration-1 decoration-current/40 hover:decoration-current focus:decoration-current" href="https://www.iceman.it">www.iceman.it</a> Besuchsdauer: 1,5–2 Stunden
2
Waltherplatz und Bozner Dom Der Waltherplatz ist das schlagende Herz von Bozen, das „Wohnzimmer“ der Stadt, in dem sich Touristen, Studenten und Einheimische jeden Alters treffen. Der Anfang des 19. Jahrhunderts auf Anordnung des bayerischen Königs Maximilian angelegte Platz ist nach dem mittelalterlichen Dichter Walther von der Vogelweide benannt, dessen Statue markant in der Mitte steht. Umgeben ist der Platz von eleganten historischen Gebäuden wie dem Palais Campofranco (18. Jahrhundert) und Cafés mit Tischen im Freien, an denen man für einen Cappuccino oder einen Spritz verweilen kann. Der wahre Protagonist des Platzes ist jedoch der Dom Maria Himmelfahrt, ein gotisches Meisterwerk mit einem polychromen Dach aus glasierten Ziegeln (grün, gold und weiß) und einem filigranen Glockenturm, der als der schönste Südtirols gilt. Im Inneren beherbergt der Dom Fresken aus dem 15. Jahrhundert, eine geschnitzte gotische Kanzel und unter dem Boden die Überreste dreier Vorgängerkirchen (eine frühchristliche aus dem 4. Jahrhundert, eine frühmittelalterliche und eine romanische). Der Eintritt ist frei. In der Adventszeit verwandelt sich der Waltherplatz in die magische Kulisse für den Christkindlmarkt mit über 80 Holzhütten, funkelnden Lichtern und dem Duft von Zimt und Glühwein. Es ist ein Spektakel, das allein schon die Reise wert ist. Was man tun sollte: Über den Platz schlendern, den Dom besichtigen, in einem der historischen Cafés Platz nehmen und den Glockenturm bei Sonnenuntergang fotografieren. Während der Märkte kann man sich zwischen den Ständen mit Kunsthandwerk und gastronomischen Spezialitäten verlieren.
3
Laubengasse (Portico Street) Wenn es eine Straße gibt, die die Seele Bozens erzählt, dann ist es die Laubengasse (Via dei Portici). Im 12. Jahrhundert von den Bischöfen von Trient als Kern des mittelalterlichen Kaufmannsviertels angelegt, ist diese 300 Meter lange Straße seit über 800 Jahren das kommerzielle Herz der Stadt. Ein Spaziergang unter den rundbogigen Arkaden ist wie eine Zeitreise: dreistöckige Häuser mit Innenhöfen, alte schmiedeeiserne Schilder und verblasste Fresken an den Fassaden. Heute wechseln sich traditionelle Geschäfte (Keramik, Tiroler Kleidung, Feinkostläden mit Speck und Käse) mit modernen Boutiquen und internationalen Ketten ab. Historische Gebäude von großem Wert säumen die Straße: an Nummer 30 das Alte Rathaus (heute Stadtarchiv) mit dem Stadtwappen am gotischen Bogen; und das barocke Merkantilgebäude, Sitz des Merkantilmuseums, das die Wirtschaftsgeschichte Bozens mit einem Rundgang hinunter in die alten Gewölbekeller der Stadt erzählt. Die Laubengasse ist auch ein kontinuierlicher Verweis auf Seitenstraßen, die zum Verweilen einladen: Argentierigasse (Via Argentieri), Mustergasse (Via della Mostra), Bindergasse (Via Bottai). Jede Ecke verbirgt geheime Innenhöfe, historische Cafés und Handwerksbetriebe. Tipp: Verbringen Sie mindestens eine halbe Stunde damit, in aller Ruhe zu schlendern und den Blick nach oben zu richten, um die architektonischen Details zu bewundern. Und wenn es Mittagszeit ist, kehren Sie in einer der traditionellen Tavernen ein, um Knödel oder eine Speckplatte zu probieren.
4
Piazza delle Erbe (Obstmarkt) ust a stone's throw from Via dei Portici, Piazza delle Erbe (Obstmarkt) is the oldest and most authentic heart of Bolzano. Since 1295, every day (except Sundays), the fruit and vegetable market stalls color the square with crates of apples, pears, cabbages, pumpkins and, in autumn, fresh porcini mushrooms from the South Tyrolean valleys. It is a real market, not a tourist trap: locals still do their shopping here, and the atmosphere is a perfect mix of Central European cordiality and Mediterranean vivacity. The vendors speak both German and Italian, sometimes in the same conversation, and almost all products are local. In the center of the square stands the Neptune Fountain (1745), the symbol of the square, while all around it are historic houses with frescoed facades and elegant arcades. The architecture is a mosaic of styles, from Gothic to Baroque, telling centuries of history. Piazza delle Erbe is also the ideal starting point for exploring the surrounding alleys: Via Dr. Streiter, with the Museum of Natural Sciences, and Via Bottai, which leads toward the most intimate part of the historic center. What to do: Stroll through the market stalls (open Mon-Sat morning), photograph the fountain, buy local apples or a bag of roasted chestnuts in autumn. If it’s Saturday morning, look for the flower market.
5
Castel Roncolo (Schloss Runkelstein) Etwa 3 km vom Zentrum entfernt, entlang der Talferpromenade, erhebt sich Schloss Runkelstein (Castel Roncolo), eine der bedeutendsten freskierten Burgen Europas. Auf einem Felsvorsprung am Eingang des Sarntals gelegen, dominiert die Burg mit ihrer imposanten Struktur das Tal. Erbaut im Jahr 1237, ist Schloss Runkelstein berühmt für seinen außergewöhnlichen Zyklus mittelalterlicher, weltlicher Fresken: Jagdszenen, Ritterturniere und literarische Episoden aus den Artus-Zyklen und der Geschichte von Tristan und Isolde. Die Fresken, die zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert entstanden, sind ein einzigartiges visuelles Zeugnis des höfischen und ritterlichen Lebens im Mittelalter. Die Burg wurde mehrfach erweitert und restauriert (die letzte größere Intervention stammt aus den frühen 2000er Jahren) und beherbergt heute ein Museum, das ihre Geschichte durch einen modernen und ansprechenden multimedialen Rundgang erzählt. Die freskierten Räume sind der wahre Schatz: lebendige Farben, elegante Figuren und überraschende Details, die Geschichten aus einer längst vergangenen Welt zu erzählen scheinen. Anfahrt: zu Fuß vom Zentrum aus (ein 30-minütiger Spaziergang entlang der Talfer, gut ausgeschildert) oder mit dem Bus (Linie 12, Haltestelle Schloss Runkelstein). Alternativ können Sie es auch mit dem Fahrrad entlang des Radwegs erreichen.

Saisonale Veranstaltungen

Bozner Weihnachtsmärkte (Christkindlmarkt)

Wann: Ende November - Dreikönigstag

Wo: Waltherplatz

Was: Die Bozner Weihnachtsmärkte gehören zu den ältesten und stimmungsvollsten in Italien und finden seit 1991 statt. Für über einen Monat verwandelt sich das historische Zentrum in ein Weihnachtsdorf mit mehr als 80 Holzhütten, die lokales Kunsthandwerk, handgefertigte Dekorationen, Duftkerzen, Keramik, Holzspielzeug und Südtiroler gastronomische Spezialitäten anbieten.

Die Atmosphäre ist magisch: die funkelnden Lichter des Baumes auf dem Waltherplatz, der Duft von Zimt und Nelken, der Dampf des Glühweins, der aus den dampfenden Tassen aufsteigt, und die Klänge traditioneller Musik, die durch die Lauben hallen. Es ist ein einzigartiges sensorisches Erlebnis, das das Herz auch an den kältesten Tagen wärmt.

Frühlingsfest

Wann: April - Mai

Wo: Waltherplatz

Was: Jedes Frühjahr feiert Bozen das Erwachen der Natur mit dem Frühlingsfest auf dem Waltherplatz. Stände voller Blumen, aromatischer Kräuter, Gartenprodukte und Frühlingshandwerk füllen den Platz, neben Essensständen mit saisonalen Spezialitäten (weißer Spargel, Erdbeeren, frischer Käse).

Erntedankfest

Wann: Oktober

Wo: Waltherplatz

Was: Das Erntedankfest ist ein Fest der Herbsternte. Lokale Bauern und Produzenten präsentieren die Früchte der Weinlese und Ernte: Äpfel, Birnen, Trauben, Kastanien, Kürbisse, Honig und Marmeladen. Es ist die perfekte Gelegenheit, typische Südtiroler Produkte zu probieren und die Bauern aus den umliegenden Tälern kennenzulernen.

Filmfestival Bozen

Wann: April

Wo: Verschiedene Kinos und Theater in der ganzen Stadt

Was: Das Bozen Film Festival widmet sich dem Bergkino, Dokumentationen und Kurzfilmen, die Natur, Bergsteigen, Bergkulturen und Umweltherausforderungen thematisieren. Ein hochwertiges Kulturereignis mit Filmvorführungen, Treffen mit Regisseuren und Bergsteigern sowie Debatten.

Bio-Landwirtschaftsmesse

Wann: November

Wo: Messe Bozen

Was: Biolife ist die Messe für biologische Landwirtschaft und nachhaltiges Leben. Sie umfasst Stände von Bio-Produzenten, Naturkost, ökologischer Kosmetik, nachhaltiger Kleidung, Verkostungen und Workshops. Eine unverzichtbare Veranstaltung für alle, die auf Umwelt und Lebensmittelqualität achten.

Gerichte und lokale Produkte

Wenn es eine Süßspeise gibt, die die Seele Südtirols widerspiegelt, dann ist es der Kaiserschmarrn, wörtlich „der zerkleinerte Pfannkuchen des Kaisers“. Dieses einfache, aber unwiderstehliche Gericht entstand aus der bäuerlichen Tradition der Almhütten, wo Hirten und Senner nur wenige Zutaten zur Verfügung hatten: Eier, Mehl, Milch und Butter. Und doch entstand aus dieser Schlichtheit eines der beliebtesten Desserts des gesamten Alpenraums.

Legenden besagen, dass der Kaiserschmarrn seinen Namen einem Missgeschick des Kochs von Kaiser Franz Joseph I. von Österreich verdankt. Eines Abends verlangte der Kaiser nach einer Mehlspeise, die er schnell in seinem Arbeitszimmer essen konnte. Der Koch, beschäftigt mit einem Bankett für die kaiserliche Familie, vergaß den Pfannkuchen auf dem Herd: Er brannte leicht an und zerbrach beim Versuch, ihn zu wenden. Da keine Zeit für eine Neuzubereitung blieb, zerteilte der Koch ihn in kleine Stücke, bestreute ihn mit Zucker, um die dunklen Stellen zu verbergen, und servierte ihn mit einer Schale Preiselbeermarmelade. Der Kaiser war so begeistert, dass er seine Pfannkuchen fortan immer so zubereitet haben wollte.

Heute wird Kaiserschmarrn in allen Schutzhütten, Almen und traditionellen Restaurants in Südtirol serviert. Er ist eine Mischung aus Crêpe und Pfannkuchen: fluffig, leicht süß, duftend nach Vanille und Rum, zerrissen serviert und begleitet von reichlich Preiselbeermarmelade (den klassischen Preiselbeeren). Er ist perfekt als Snack nach einer Wanderung, wird aber aufgrund seiner sättigenden Konsistenz von vielen auch als Hauptgericht bestellt.

Zutaten (für 4 Personen):

  • 5 Eier
  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 250 ml Milch
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Vanillezucker (oder Mark einer Vanilleschote)
  • 1 Handvoll Rosinen (optional)
  • 2 Esslöffel Rum oder Grappa
  • 80 g Butter
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • Preiselbeermarmelade zum Servieren

Zubereitung:

  1. Falls Rosinen verwendet werden, diese mindestens 15 Minuten in Rum einweichen.
  2. Die Eier trennen. In einer Schüssel das Eigelb mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, bis die Masse hell und cremig ist.
  3. Das gesiebte Mehl hinzufügen und vermengen. Die Milch langsam dazugießen und dabei weiter rühren, um Klumpen zu vermeiden. Der Teig sollte glatt und recht flüssig sein.
  4. Das Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen. Den Eischnee vorsichtig mit Unterhebebewegungen unter die Eigelbmasse heben, damit die Luftigkeit erhalten bleibt.
  5. Die abgetropften Rosinen hinzufügen (und nach Belieben auch einen Schuss Rum in den Teig geben).
  6. Eine große Pfanne (vorzugsweise antihaftbeschichtet oder Edelstahl) erhitzen und die Hälfte der Butter darin schmelzen. Wenn sie heiß ist, die Hälfte des Teigs hineingeben und mit einem Deckel abdecken. Bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten backen, bis die Unterseite goldbraun ist.
  7. Den Kaiserschmarrn mit zwei Pfannenwendern wenden (keine Sorge, wenn er bricht, er wird ohnehin zerkleinert!). Die andere Seite weitere 2-3 Minuten backen.
  8. Den Deckel abnehmen und den Teig mit zwei Gabeln in grobe, unregelmäßige Stücke reißen. Die Stücke in der Pfanne ohne Deckel noch einige Minuten weiterbraten, damit sie leicht bräunen.
  9. Mit einem Esslöffel Kristallzucker bestreuen und kurz den Deckel aufsetzen: Der Zucker wird leicht karamellisieren. Ein letztes Mal umrühren.
  10. Den Vorgang mit der zweiten Hälfte des Teigs wiederholen.
  11. Den Kaiserschmarrn noch heiß servieren, mit reichlich Puderzucker bestäuben und mit einer großzügigen Schale Preiselbeermarmelade anrichten.

Tipps:

  • Das Geheimnis eines guten Kaiserschmarrns ist die richtige Pfanne: Sie muss einen dicken Boden haben und die Hitze gut verteilen. Jeder Südtiroler Koch hat „seine“ Pfanne!
  • Die Konsistenz sollte fluffig und an den Rändern leicht knusprig sein. Wenn er zu fest wird, wurde zu viel Mehl verwendet; ist er zu flüssig, noch etwas Mehl hinzufügen.
  • Traditionell wird er mit Preiselbeermarmelade (Preiselbeeren) serviert, aber man kann auch Johannisbeer- oder Himbeermarmelade oder Apfelmus dazu reichen.
  • In der rustikaleren Version der Almhütten wurde Kaiserschmarrn früher oft in Butterschmalz oder Schweineschmalz statt Butter gebacken, was ihm einen noch intensiveren Geschmack verlieh.

Einen dampfenden Kaiserschmarrn in einer hochgelegenen Hütte zu genießen, vielleicht nach einer Waldwanderung, ist eines der authentischsten Erlebnisse in Südtirol. Aber ihn selbst zuzubereiten, im Wohnmobil mit Blick auf die Dolomiten, hat seinen ganz eigenen Charme.

Nützliche Tipps

Südtirol ist zweisprachig (Italienisch und Deutsch), und Bozen ist die Stadt, in der diese doppelte Seele perfekt koexistiert. Sie finden Schilder in beiden Sprachen, und viele Menschen sprechen fließend Italienisch, Deutsch und oft auch Englisch. Sie werden keine Probleme haben, sich auf Italienisch zu verständigen, aber das Erlernen einiger Wörter auf Deutsch (Guten Tag, Danke, Grüß Gott) wird immer geschätzt.

Die Küche ist eine außergewöhnliche Mischung aus italienischen und mitteleuropäischen Traditionen: Knödel, Speck und Strudel existieren neben Pasta, Risotto und Pizza. Beide gastronomischen Seelen zu probieren, gehört zum Erlebnis dazu.

Wann man reisen sollte

Bozen ist das ganze Jahr über schön, aber jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charme:

  • Winter (November-Januar): Die Zeit des Christkindlmarktes ist magisch, aber auch sehr voll. Wenn Sie die Weihnachtsatmosphäre ohne allzu große Menschenmassen erleben möchten, kommen Sie Ende November oder in der ersten Januarwoche. Temperaturen: 0-8°C.
  • Frühling (April-Juni): Mildes Klima, Zeit der Apfelblüte und angenehme Temperaturen für Spaziergänge und Bergausflüge. Perfekt, um den sommerlichen Andrang zu vermeiden. Temperaturen: 15-25°C.
  • Sommer (Juli-August): Warm, aber nicht drückend (25-30°C). Ideal, um einen Stadtbesuch mit Bergwanderungen zu verbinden. Hinweis: Der August ist sehr belebt.
  • Herbst (September-Oktober): Die Jahreszeit der Ernte und der Laubfärbung (Foliage). Spektakuläre Farben in den Bergen, kühle, aber angenehme Temperaturen. Weniger Touristen. Temperaturen: 12-20°C.

Sicherheit und Wohnmobilstellplätze

  • Der Bereich Via Maso della Pieve ist sicher und überwacht, kann aber aufgrund der Nähe zur Straße und Bahnlinie laut sein.
  • Camping Moosbauer ist ruhig und bewacht. Wir haben keine Berichte über Sicherheitsprobleme erhalten.
  • Während der Weihnachtsmarktzeit füllen sich die Parkplätze schnell: Buchen Sie im Voraus oder kommen Sie früh am Morgen an.

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